Beschreibung
Platzwechsel
Ben van Oosten ist der Superstar der
symphonischen Orgelmusik. Nach umjubelten
und vielfach preisgekrönten Einspielungen
nahezu der gesamten französischen
Orgelromantik wendet er sich nun dem
deutschen Repertoire zu - natürlich auf einem
standesgemäßen Instrument: Die Seifert-Orgel
in der Marienbasilika zu Kevelaer war bei ihrer
Errichtung 1907 nicht nur das größte, sondern
auch das innovativste Instrument im Deutschen
Reich.
Passage
Nach einer wechselvollen Geschichte wurde die
Orgel frisch restauriert und sie klingt heute
wieder so, wie seine Erbauer es beabsichtigt
hatten. Gerade recht für den weiten Bogen, den
van Oosten spannt: Das Programm reicht von
Mendelssohns Sonate in f-Moll bis zu einer
Choralimprovisation von Karg-Elert. Im Zentrum
stehen die einzigartige Sonate von Julius Reubke
und Regers gewaltiger Wachet auf-Phantasie -
zwei der bedeutendsten Orgelwerke dieser
Epoche überhaupt.
Seitenblick
Aber auch weniger Bekanntem gibt van Oosten
Raum. Die zarten Choralvorspiele Johann Julius
Schneiders und Otto Türkes sind wunderbare
Beispiele für die Vielfarbigkeit ihrer Zeit und
schlagen perfekt die Brücke zwischen
Mendelssohn und Reubke - ein klingender Gang
durch ein Jahrhundert Musikgeschichte, der in
jeder Hinsicht begeistert.
Klangtraum
Besonders beeindruckend ist die dreidimensionale
Klangwiedergabe: Seien es die
markanten Farben der Seraphon-Register, das
Euphone 8' (das glücklicherweise bei der Firma
Seifert eingelagert war), die grandios voll
klingenden Pedalregister oder das wunderbare
Fernwerk, das ganz hinten in der Aufnahme
erklingt: Zusammen mit der satten Akustik des
erhabenen Kirchenraums feiern sie ein Fest für
alle Freunde romantischer Orgelmusik!
Rezensionen
"Auf der 1905-07 entstandenen Seifert-Orgel der Basilika St. Marien in Kevelaer präsentiert Ben van Oosten, Titularorganist an der Den Haager Grote Kerk, zwischen 1845 und 1911 komponierte Orgelwerke. Zwischen Mendelssohns f-Moll-Sonate, Julius Reubkes Sonate „Der 94. Psalm“ und Regers Choralfantasie op. 52 Nr. 2 sind dabei vier kleinere Werke von Otto Türke, Johann Julius Schneider und Siegfried Karg-Elert gestreut, sodass sich insgesamt ein schöner Querschnitt durch die Entwicklung der deutschen romantischen Orgelmusik ergibt. Perfekt bildet die Orgel die große Klang-Bandbreite Regers zwischen pppp und fff ab, wobei van Osten auf einige ff-Steigerungen sogar verzichtet. Auch Julius Reubkes monumentale, mit vielen Registrierungsangaben versehene Sonate ist bei van Oosten in den besten Händen. Und wenn die Kontraste im Andante recitativo von Mendelssohns Orgelsonate f-Moll so klangschön umgesetzt werden wie hier, bleiben keine Wünsche offen. Zumal auch die Temporelationen der Sätze sehr gut getroffen sind." (Klassik Festival)„Wenn man nach der beeindruckenden, meistverkauften Aufnahme der gesamten Orgelwerke von César Franck aus dem Jahr 2018 geht, hat der niederländische Organist Ben van Oosten zweifellos eine Vorliebe für symphonische Orgelmusik, für die er bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen erhalten hat. Bemerkenswert ist seine Fähigkeit, die Eigenschaften einer Orgel zu erkennen und ihre Registrierung genau auf den Charakter jedes einzelnen Stücks abzustimmen...Diese neue Aufnahme dürfte alle Liebhaber von Orgelmusik begeistern, die auf der Suche nach Stücken sind, die sich vom Üblichen und den üblichen Verdächtigen abheben.“ (Classical Music Sentinel)
„Der niederländische Organist Ben van Oosten gilt als Spezialist für romantisches Repertoire, vornehmlich französisches, aber auch deutsches. Das beweist diese CD, auf der neben großen Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Julius Reubke und Max Reger auch einige typische Choralvorspiele dieser Epoche zu hören sind. Das Repertoire passt somit zum Instrument, ebenso wie der Interpret. Das Ergebnis ist fulminant... Insgesamt kann man diese Einspielung deshalb als in jeder Hinsicht gelungen betrachten.“ (Klassik Heute Empfehlung)
„Van Oostens Spiel besticht durch geschmackvolle Expressivität und Klarheit, auch dank stets deutlich präsenter Basslinien. Jedem der großen Stücke gibt er ein eigenes Klangkonzept... Bewundernswert weiträumig und klar ist die Aufnahme geglückt.“ (FonoForum)
„... Anthologie der deutschen Romantik, gespielt von einem großartigen Interpreten der Orgelmusik des 19. Jahrhunderts auf dem Höhepunkt seiner technischen und formalen Meisterschaft.“ (Diapason)
"Eine brillante Veröffentlichung!" (The Organ Club)
„... Kurz gesagt, eine unverzichtbare SACD für alle Liebhaber des Königs der Instrumente.“ (Opus HD)