Über 2+2+2

2+2+2 RECORDING:


„Durchbruch in eine neue Dimension“

jubelt die Musikzeitschrift FONOFORUM und das HiFi-Magazin STEREO assistiert: „Mit seinen Plänen für eine dreidimensionale Musikwiedergabe auf sechs Kanälen könnte Werner Dabringhaus die DVD-Audio revolutionieren, noch bevor sie sich etabliert hat...“

Werner Dabringhaus ist Diplom-Tonmeister, Produzent und Mitbegründer der Schallplattenfirma Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (MDG), deren CD-Katalog eine Vielzahl international ausgezeichneter audiophiler Klassik-Referenzaufnahmen bereithält. Auf der Schwelle zur Heim-Mehrkanal-Wiedergabe via DVD-Audio oder Super-Audio-CD überrascht er im Jahr 2001 die High-End-Welt mit einer neuen, verblüffend einfachen Klangformel:

MONO ist historisch!
STEREO ist gut: Es garantiert einen vorzüglichen Logenplatz zum Konzertsaal.
Surround 5.1 ist besser: Es weitet die horizontale Perspektive.
2+2+2 ist faszinierend. Es ist das System für eine wirklich dreidimensionale Hörperspektive.

Rückblick
Mono
Hörsituation Mono
Von Beginn der Tonaufzeichnung an erfolgte die Wiedergabe in Mono mit einem Lautsprecher: Es konnten allenfalls unterschiedliche Entfernungen, aber natürlich keine Richtungen dargestellt werden. Auch aufwendige Lautsprecherkonstruktionen (Rundumstrahler) konnten nichts anderes als eine eindimensionale Wiedergabe bewirkten.

Mit Einführung der Stereowiedergabe in den 60er Jahren wurde die Tonwiedergabe revolutioniert, denn plötzlich war eine Richtungslokalisierbarkeit möglich. Dabei verteilten zunächst die Techniker einen Teil der Instrumente auf den linken Kanal, einen anderen Teil auf den rechten – in die Mitte (mit gleichem Pegel auf beiden Lautsprechern) erklang der Solist. „Ping-Pong“ hieß der Effekt, der auf den historischen Aufnahmen noch deutlich zu hören ist.
Seitdem hat sich klangästhetisch und vor allem technisch einiges getan – Klangereignisse können durch Mikrofonpositionierung oder am Mischpult beliebig zwischen den beiden Lautsprechern im Klangbild platziert werden. Selbst eine Abbildung hinter der Lautsprecherebene ist möglich, so dass die Aufnahmen auch eine Tiefenstaffelung bekommen: Der Hörer hat quasi einen Fensterplatz zum Klanggeschehen. Die Stereo-Wiedergabe ist aber prinzipiell zweidimensional, denn auch alle Raumklanganteile werden in eine Ebene horizontal hinter den Lautsprechern abgebildet ("in die Fläche projeziert").

Anfang der 70er Jahre wurde die Quadrophonie eingeführt, bei der zwei Zusatzkanäle hinten die Stereo-Wiedergabe ergänzten. Der Hörer befand sich jetzt mitten im Zentrum des Klanggeschehens, und konnte zu Anfang Aufnahmen hören, bei denen die vier Instrumente eines Streichquartetts aus den vier Ecken des Wiedergaberaumes erklangen... Trotz des erhöhten technischen Aufwandes war die Quadro-Wiedergabe zweidimensional. Aus technischen, finanziellen und auch aus klangästhetischen Gründen konnte sich das System nicht etablieren: die Quadrophonie wurde – leider – eine Episode der Klanggeschichte.

Der heutige Stand der Tonträger-Wiedergabe ist nach wie vor die CD mit 2-Kanal-Stereoton mit zwei Lautsprechern. Trotz aller technischen Innovationen gibt es bei Stereo-Wiedergabe immer nur einen guten Hörplatz (an der Spitze des gleichschenkligen Dreiecks) – die nächstbesten sind direkt davor oder dahinter (was eigentlich ziemlich unpraktisch ist) – jedenfalls überall daneben ergeben sich die typischen Klanglöcher und Nebenmaxima, die jedem Hörprofi gehörig auf die Nerven gehen. Dabei ist – den einen optimalen Hörplatz vorausgesetzt – eine faszinierende Klangabbildung nicht nur in der Breite, sondern auch in der Tiefe machbar: Ein audiophiler Logenplatz mit... zwei Dimensionen.

Neue Technik
5.1
Hörsituation 5.1
Im Kino- und Videobereich wurde das sogenannte Surround-Verfahren 5.1 zur Darstellung von Raumklängen und Schalleffekten eingeführt. Da bei der Tonwiedergabe im Kino kaum jemand in der optimalen Stereo-Position zu sitzen kommt (die Lautsprecherbasis ist ja die Breite der Leinwand – und das können 17 m sein), andererseits die Hauptdarsteller und deren Dialoge immer aus der Mitte kommen müssen, führte man den Centerlautsprecher ein. Jetzt befinden sich also vor dem Hörer drei (links, Mitte, rechts), und hinter ihm weitere zwei Lautsprecher. Hinzu kommt ein Tieffrequenz-Effekt-Lautsprecher (= Subwoofer), der an beliebiger Stelle im Raum platziert werden kann, um den Donnerhall überzeugend darstellbar zu machen.

Das Surround-Format 5.1 ist eine wirklich sinnvolle Entwicklung für den Kinobereich, und ist nicht zuletzt via DVD-Video für die Heimkinowiedergabe schon eingeführt. Zwar brauchen wir hier den Center-Lautsprecher und den Subwoofer für die Wiedergabe der Soundtracks der Kinofilme. Da in der klassischen Musik Detonationen und Erderschütterungen höchst selten stattfinden, ist der Tieffrequenz-Effektkanal überflüssig – er wird für die Musikwiedergabe kaum Verwendung finden. Prinzipiell ist auch der Center-Lautsprecher nicht nötig, denn schon die Stereo-Wiedergabe zu Hause bietet eine optimale Abbildungsmöglichkeit einer jeden Klangquelle zwischen und hinter den Lautsprechern. So gesehen ist 5.1 aufgrund der speziellen Anforderungen für Musikwiedergabe nur eingeschränkt nutzbar und in klangästhetischer Hinsicht nicht unbedingt „klassisch“ befriedigend. Die Klangwiedergabe ist übrigens ähnlich der Quadrophonie immer noch zweidimensional.

Dreidimensinales Hören
Dabei sind wir alle seit Menschengedenken mit einem sehr empfindlichen Richtungshörempfinden auch in der Vertikalen ausgestattet. So erkennen wir alle Schallrichtungen auch außerhalb des Blickfeldes nicht nur seitlich, sondern auch über uns. Im Konzert hören wir, dass die Klänge der Holzbläser über denen der Streicher vom erhöhten Podest schallen, und dahinter steht hörbar der Chor, darüber erhebt sich die Orgel – auch sie ist in mehrere Werke eingeteilt, die nicht nur in unterschiedlichen Entfernungen, sondern auch noch kunstvoll übereinander getürmt sind... Und wie wichtig Wand- und Deckenreflexionen für die gute Akustik sind, wussten die antiken Baumeister ebenso wie die Architekten der heute weltberühmten Konzertsäle.
2+2+2
Hörsituation 2+2+2


Mit dem 2+2+2-Verfahren ist es möglich ein System anzubieten, das die natürliche dreidimensionale Klangwiedergabe der Musik innerhalb eines dreidimensionalen Klangraumes bietet. Und das mit nur 3 Paar Lautsprechern und einem wichtigen Nebeneffekt: Wir sind nicht mehr an die eine Hörposition gebunden, vielmehr ergibt sich eine verblüffende Räumlichkeit und eine logische, natürliche und stabile dreidimensionale Klangabbildung der Instrumente von fast allen Plätzen innerhalb (und teilweise sogar außerhalb) des von den Lautsprechern gebildeten Bereichs.

Das Prinzip ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Zwei Lautsprecher stehen wie bei Stereo gewohnt rechts und links vorne (2...), ein weiteres Stereopaar befindet sich rechts und links hinten vom Hörer (...+2...). Die dritte Dimension entsteht durch ein drittes Stereopaar (...+2), bei dem die Lautsprecher senkrecht oberhalb der beiden vorderen positioniert werden. Ihre Höhe entspricht der Hälfte der Basisbreite.

2+2+2 Logo
Wenn Sie eine hochwertige Stereowiedergabe haben, können die zusätzlichen Lautsprecher erheblich kleiner sein. Alle 6 Lautsprecher müssen (wie schon für das 5.1 Surround-System bestimmt) gegenüber dem Hörplatz denselben Abstand haben, denselben Lautstärkepegel aufweisen und vor der ersten Inbetriebnahme einmal entsprechend eingemessen werden. Wenn dann Aufnahmen mit dem 2+2+2-Logo abgespielt werden, erlebt man im gesamten Hörraum eine wirklich plastische, natürliche dreidimensionale Wiedergabe.

Wie soll das denn zu Hause funktionieren?
Kundenanlage
Beispiel Heimanlage
Die neue Generation Abspielgeräte ist fertig entwickelt. Multi-Player können heute alle Formate (CD, DVD-Video, DVD-Audio, SACD, BD) wiedergeben.
Die Speicherung und die Vervielfältigung der 2+2+2-Aufnahmen sind möglich u. a. mit der DVD-Audio, die mit dem 5.1-Verfahren ja auch schon eine 6-Kanal-Übertragung vorsieht oder mit der Super Audio CD.
Von der 5.1-Übertragung können die Haupt- und die rückwärtigen Kanäle ohne Probleme für das 2+2+2-Verfahren genutzt werden.
Da der Center- und der Subwoofer-Kanal bei der DVD-Audio frei konfigurierbar (voller Frequenzgang, und auf Wunsch höchste Bit- und Samplingrate) sind, können sie zur Übertragung der oberen Frontkanäle genutzt werden.
(Natürlich muss die nachfolgende Verstärkerstufe auch den Tiefbasskanal mit vollem Frequenzspektrum wiedergeben.)

6 Vorteile des 2+2+2 RECORDINGS
1. Wiedergabe der Klangquellen in realistisch dreidimensionaler Form (Klangabbildung in Breite, Tiefe und Höhe).
2. Wiedergabe in realistisch wirkender Räumlichkeit.
3. Der Zuhörer ist nicht auf den bei herkömmlicher Stereo-Wiedergabe einzigen Hörplatz festgelegt, vielmehr ergibt sich die räumliche Perspektive auch aus den meisten anderen Hörpositionen (jeweils logisch zu den Klangquellen).
4. Das System ist aufwärts kompatibel und gestattet auch die Wiedergabe mit nur 2 Lautsprechern (= herkömmliche Stereophonie) oder mit vier oder mit sechs Lautsprechern. Selbst bei der Wiedergabe der 2+2+2-Aufnahmen über eine 5.1 Lautsprecheranordnung ist ein befriedigendes Klangbild (zweidimensional) möglich.
5. Mehr als drei Dimensionen hört kein Mensch.
6. Es funktioniert.

Vorführung 2+2+2-System
Werner Dabringhaus bei einer SACD-Präsentation in der Oetkerhalle Bielefeld:
Die Zuhörer hatten den direkten Vergleich von Konzert in der Oetkerhalle und anschließender 2+2+2-Wiedergabe im Kammermusiksaal.
Maurice Ravel: Orchesterwerke MDG 901 1820-6
Pressestimmen
„In dem Moment aber, da sich die übrigen Kanäle einschalten, erschließt sich uns nichts weniger, als eine neue Klangwelt... enorm transparent, einzelne Instrumente oder Stimmgruppen (lassen sich) mühelos aus dem Gesamtklang heraushören und im Raum lokalisieren“ (STEREO)

„Wer das Glück hatte, die MDG-Vorführung mitzuerleben (mit Beispielen so komplexer Musik wie Händels Oratorium „Susanna“, mit Orchester, Chor und Solisten), hat an einem historischen Moment teilgenommen – ganz so, als wäre man vor vielen Jahrzehnten bei der ersten Stereo-Wiedergabe dabei gewesen. Was am meisten überzeugte: Während die Möglichkeiten von Stereo in den Anfangszeiten oft ein wenig hilflos für Ping-Pong-Effekte genutzt wurden, präsentiert MDG ein hörbar ausgereiftes Konzept ohne Gimmicks: es überzeugte nicht nur, es klang sensationell.“ (HIFI Image)

„erster Eindruck: als ob man auf dem besten Platz im Konzertsaal live-Orchestermusik hört... nicht nur mit absolutem Luxusklang, sondern auch Rauminformationen und Atmosphäre sind wahrnehmbar, die kleinsten Details sind hörbar, absolut realistisch und viel natürlicher..." (Gramophone, Japan)

„Sie bezieht den Zuhörer mit einer kaum bekannten Suggestivkraft ins akustische Geschehen ein.“ (FAZ)

„2+2+2 revolutioniert die Hörgewohnheiten und lohnt sich in jedem Fall... Der Klang verteilt sich auf diese wie im Konzertsaal und der Hörer hat im gesamten Wohnzimmer exzellente Hörplätze“ (Pizzicato)

„..dann kam das Neue wie eine Offenbarung: MDGs 2+2+2-Raumklang - dreidimensional!“ (NMZ)

„...war der Klangeindruck überwältigend... Neben der Tiefenstaffelung hörte man auch eine deutliche Höhenstaffelung... und der Klang erscheint wirklich in einer zusätzlichen Dimension... Meiner Meinung nach stellt das von MDG entwickelte 2+2+2-Verfahren eine Bereicherung für die Musikwiedergabe dar.“ (Audio Professional)

„...wurde für alle Beteiligten zu einem besonderen Erlebnis...erzeugte die Aufnahme die Illusion eines riesigen Kirchenschiffes. Einfach perfekt.“ (FonoForum)

Nachtrag:
2+2+2+2
Hörsituation 2222+
Natürlich war von Beginn an die Vorstellung, dass es noch viel besser wäre die Wiedergabe auch hinten mit einem weiteren elevierten Lautsprecherpaar zu ergänzen. Das System 2+2+2 ist in der Tat das kleinste Verfahren zur 3-d-Wiedergabe – dadurch passte es hervorragend auf die sechs Kanäle, die sowohl DVD als auch SACD zur Verfügung stellen.
Tatsächlich hat MDG schon die allerersten Aufnahmen ab 1999 im 8-Kanalverfahren des 2222+ RECORDING aufgezeichnet. Aus dieser klanglichen Innovation haben sich (durch Umbenennung) die Aurophonie und in der letzten Zeit auch das System Dolby Atmos entwickelt. Alle MDG-Aufnahmen in 2222+ RECORDING lassen sich völlig problemlos auch in diesen Wiedergabeverfahren abspielen.