Beschreibung
Eine bislang einzigartige Werkschau des Schweizer Komponisten Christoph Delz bietet Vol. 1 der Delz-
Werke bei Audiomax. Die sorgfältige Zusammenstellung von Hörfunkaufnahmen aus den Jahren 1979 bis
2000 dokumentiert das kompositorische Schaffen eines einfühlsamen Künstlers in der zweiten Hälfte des
20. Jahrhunderts, dessen musikalisches Erbe durch eine Stiftung wach gehalten wird.
Von Naturphänomenen inspiriert
Einzigartige Werkschau des Schweizer Komponisten Christoph Delz
In Basel 1950 geboren, erhielt Christoph Delz das Lehr- und Konzertdiplom für Klavier bereits vor dem
Abitur am Humanistischen Gymnasium. 1974 bis 1989 lebte er in Köln, wo er an der Musikhochschule bei
Aloys Kontarsky (Klavier), Karlheinz Stockhausen (Komposition), Hans Ulrich Humpert (elektronische
Komposition) und Volker Wangenheim (Dirigieren) studierte. Ergänzenden Kompositionsunterricht erhielt
er bei Henri Pousseur in Lüttich. Von 1989 bis zu seinem Tode im Jahr 1993 lebte Delz als freischaffender
Komponist in Riehen bei Basel. Neben seiner Tätigkeit als Pianist eigener Stücke hat er zahlreiche Werke
anderer zeitgenössischer Komponisten mit uraufgeführt.
Das kompositorische Schaffen von Christoph Delz ist überraschend vielfältig und oft dokumentiert. Die
Aufnahmen dieser Zusammenstellung entstammen den Archiven des SWR, von Radio DRS, des SR und des
WDR. Auf den 3 CDs präsentieren sich als Klangkörper das Sinfonieorchester des SWR, das
Rundfunksinfonieorchester Saarbrücken, der Rundfunkchor und das Collegium Instrumentale Köln sowie
das Saarbrücker Streichquartett und das WDR-Sinfonieorchester Köln.
Bereits die Titel seiner Werke deuten darauf hin, wie sehr sich Christoph Delz von Naturphänomenen und
Umweltgeräuschen inspirieren lässt: Hier ist es der gefrorene Silsersee, dort Insekten. Die „Atmer“ einer
Gebärenden und die Geräusche einer Großstadt faszinieren ihn ebenfalls wie die Töne des Urwalds,
Flugzeugmotoren, die Wellenbewegungen des Meeres... Neben diesen Chor- und Orchesterwerken
entstand ein Streichquartett op. 7, bei dem er Bachs E-Dur-Präludium als Grundlage nahm. Eine
umfassende Textdokumentation hilft beim Verständnis der Werke. Das Booklet hat über 90 Seiten und
beschreibt in aller Ausführlichkeit Leben und Werk des leider viel zu früh verstorbenen Komponisten.
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