Enfin
Als Doris Hochscheid und Frans van Ruth ihr
Projekt „Dutch Cello Sonatas“ ins Leben riefen,
ahnte kaumjemand, welch unentdeckter Schatz
sich dahinter verbarg. Unglaublich, acht SACDAlben
später gibt es eine im doppelten Sinne
des Wortes brillant gelungene Zugabe: Daniel
van Goens' charmante Kompositionen sind die
perfekte Zugabe für für den niveauvollen,
unterhaltsamen Auftritt auf der Bühne wie im
Salon.
En suite
Denn vor allem für die Pariser Salons der Belle
Époque komponierte van Goens seine Stücke,
oft in den modischen kleinen Formen seiner
Zeit. Walzer und Tarantella, Scherzo und
Mazurka: Als virtuoser Cellist wird van Goens
die meisten Werke selbst gespielt haben, auch
wenn sich die bedeutendsten Kollegen seiner
Zeit als Widmungsträger finden lassen.
Ensemble
Das wundervolle Adagio könnte der langsame
Satz eines groß angelegten Cellokonzerts sein.
Nicht nur hier hat das Klavier eine wichtige
Rolle: anders als in vielen virtuosen Nummern
dieser Zeit widmet van Goens einem
liebevollen, manchmal pianistisch
anspruchsvollen Part große Aufmerksamkeit.
Encore!
Dieser ist bei Frans van Ruth in den besten
Händen. Seine intensive Beschäftigung mit
Leben und Werk von van Goens, über den
bisher nur wenig bekannt war, hat zu einer
lesenswerten aktuellen Biographie geführt.
Doris Hochscheid präsentiert die bezaubernden
Werke mit natürlicher Eleganz und
atemberaubender Virtuosität - ein Programm,
das zum Wiederhören einlädt!
Rezensionen
"Eingespielt sind hier 15 eher leichtgewichtige,
kürzere Vortragsstücke in vertrauten musikalischen Ausdrucksformen, die
jedoch ihren ganz eigenen, aus der Salonmusik des 19. Jahrhunderts
stammenden Charme besitzen, wenn sie, wie in diesen Aufnahmen, mit
feiner, angemessener Tonartikulation durchaus ernsthaft-reizvoll, ohne
Hintersinn oder übertriebene Emotionalität, interpretiert werden." (FonoForum)
"Als wären sie eine Erweiterung voneinander, ergänzen sie sich
gegenseitig hervorragend in Phrasierung, Dynamik und Rubato. Perfektes
Hörmaterial für die kommenden Sommermonate." (Classical Music Sentinel)
"Hochscheid lässt ihr Cello herrlich singen, schwelgen und scheut sich
auch nicht, es nicht nur virtuos, sondern auch mal richtig
musikantisch-überschwänglich anzugehen. Van Ruth empfiehlt sich als
jederzeit verlässlicher Duopartner, der hier nicht nur im Hintergrund
agiert, sondern immer auch gleichberechtigte musikalische Akzente
setzt." (Klassik Heute)
"Es ist typische Salonmusik des 19. Jahrhunderts im besten Sinne, und wer keine emotional aufrüttelnde Spätromantik erwartet, kann seine Freude haben an dieser Aufnahme. Zumal Doris Hochscheid und Frans van Ruth die Stücke mit Feingefühl und Wärme, aber ohne aufgesetzte Emphase darbieten. Eine reizvolle Wiederentdeckung!" (Klassik Festival)