Beschreibung
Leuchter
Gegensätzlicher kann ein Debüt nicht ausfallen:
Liszts abgründiger Sonate in h-Moll stellt der junge
Schweizer Pianist Joseph-Maurice Weder
Schumanns zauberhafte „Kinderszenen“ gegenüber.
Ein gewagtes Programm, besteht doch an
Einspielungen beider Werke durchaus kein Mangel.
Weder entdeckt dennoch immer wieder Neues in
den oft gehörten Werken, unterstützt nicht zuletzt
vom legendären Steinway-Konzertflügel „Manfred
Bürki“ von 1901, dessen brillanter Diskant für ein
überirdisches Leuchten über dem profunden Bass
sorgt.
Schöpfer
Schon der geheimnisvolle Beginn von Liszts
Sonate lässt aufhorchen, und wenn dann nach der
so kurzen wie rätselhaften Einleitung im schnellen
Hauptsatz die Bassrepetitionen knurren, ist
Gänsehaut garantiert. Großartig der ausdrucksvolle
Mittelteil, bei dem Liszt wie Weder so richtig aus
dem Vollen schöpfen können. Dass der virtuos
auftrumpfende Liszt seine Sonate nicht etwa in
rauschenden Kaskaden, sondern im Pianissimo mit
einer Reminiszenz an die ersten Takte beschließt,
macht dieses Werk so großartig – ein zwingender
Bogen, dem Weder überzeugend nachzuspüren
versteht.
Sandmann
Schumanns „Kinderszenen“ ist alles Extrovertierte
gänzlich fremd. Die dreizehn kleinen Charakterstücke,
wohl mehr Reminiszenzen an eigene,
längst vergangene Tage als aktuelle
Beobachtungen, haben es dennoch in sich. Und
dass für die Kinder vermeintlich Unwichtiges
genauso große emotionale Bedeutung hat wie das
ganz Große bei Liszt, das versteht Weder auf
kleinstem Raum mitreißend darzustellen. Die
berühmte „Träumerei“ gelingt so ohne
Sentimentalität zu einem echten Höhepunkt dieser
Super Audio CD.
Botschafter
Noch nicht 30jährig, kann Joseph-Maurice Weder
bereits auf eine beachtliche Karriere zurückblicken.
Vielfach preisgekrönt, vertrat er sein Heimatland
2013 als „Swiss Ambassador“ in Großbritannien mit
Konzerten in der prestigeträchtigen Londoner
Wigmore Hall, Edinburgh, Belfast und Cardiff. Auch
in der Berliner Philharmonie und dem Wiener
Musikverein war er bereits zu Gast. Sein MDGDebüt
ist selbstverständlich in hochauflösender
SACD-Technik produziert, fein abgestimmt und wie
immer in 3D – für naturgetreuen Hörgenuss
daheim.
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