Beschreibung
aufgeweckt
Wohl hundert Jahre war sie im Dornröschenschlaf
versunken, bevor sie Anfang des Jahrtausends wieder
zum Leben erweckt wurde: Wie zahlreiche historische
Instrumente in den großen Dorfkirchen des spanischen
Aragon litt auch die Orgel in Villanueva de Huerva unter
jahrzehntelanger Vernachlässigung. Heute erstrahlt sie
wieder in festlichem Klang, den Anna Pikulska mit
einem farbenreichen Programm eindrucksvoll
einzusetzen versteht.
aufgefressen
Sogar Rattennester fanden sich zwischen den Pfeifen,
als Orgelbaumeisterin Christine Vetter sich 2005 an die
Restauration machte. Die gefräßigen Tiere machten
selbst vor den Zinnpfeifen nicht halt, die zum Teil noch
aus gotischer Zeit stammten. In liebevoller Detailarbeit
rekonstruierte Vetter Verlorenes und konservierte
alles, was noch zu retten war – eine Anstrengung,
deren Resultat sich heute wieder in voller Pracht hören
lassen kann!
aufgetrumpft
Anna Pikulska wählt ein kurzweiliges Programm, das
die Qualitäten des Instruments aufs Vorteilhafteste zur
Geltung bringt. Natürlich dürfen die berühmten
spanischen Zungenregister nicht fehlen: So manche
Battaglia-Komposition lässt die Trompeten
schmettern, einschließlich im Instrument bereits
angelegter Echowirkung – im3D-Klang der Super Audio
CD besonders gut zu erleben.
auf den Punkt
Aber auch die feineren Farben lohnen ein genaues
Hinhören: Sweelincks populäre Variationswerke
gewinnen durch die zarten Einzelstimmen ungemein,
und als Zugabe gibt´s noch einen Ausblick in die galante
Zeit. Es gilt farbenfrohes Orgelportrait mit einigen
Katalogneuheiten und vielen Klangüberraschungen in
einem wunderbaren Raum zu entdecken.
Rezensionen
„Herrliche Orgelmusik aus dem alten Spanien. Ein kostbares Instrument aus dem Jahr 1607, in dem sogar gotisches Pfeifenmaterial verbaut ist, nutzt die Organistin Anna Pikulska auf einer hinreißenden Platte... dass in diesem Gotteshaus eine bedeutende historische Orgel von 1607 steht, in der sogar gotisches Pfeifenmaterial verbaut ist, darf unter Geheimwissen verbucht werden. Nun ja, über viele Jahre lebten vornehmlich Ratten im Gehäuse, bis die Orgelbauerin Christine Vetter das Instrument tipptopp herrichtete. Ton Koopman, Kenner aus Amsterdam, hält die Orgel für „ausgesprochen klangschön mit wunderbaren Flöten und prächtigen spanischen Trompeten“...Es ist Liebe auf den ersten Ton. Pikulska spielt, als habe sie mit jedem Akkord, den sie anschlägt, mit jeder Tonleiter, die sie perlen lässt, eine innige Beziehung. Ihr Musizieren ist stilistisch perfekt, dabei kreativ und fantasievoll, als stamme diese Musik nicht aus der Renaissance, sondern werde erst jetzt improvisierend geboren.“ (Rheinische Post)
„Schlachten auf der Orgel.
Die Batalla ist ein Genre der Orgelmusik, das sich fast ausschließlich in der spanischen Tradition findet und um das Jahr 1600 seinen Höhepunkt erlebte. Es handelt sich dabei um Schlachten-Musiken, bei denen die sogenannten „en chamade“-Trompeten, das lauteste Register dieser Instrumente und eine Besonderheit des Orgelbaus im iberischen Raum, eine herausragende Rolle spielen. Eine Reihe dieser Batallas, bei denen in der Regel nach einem kurzen Präludium deutlich hörbar das Kampfgetümmel einsetzt, hat die vielfach ausgezeichnete polnische Organistin Anna Pikulska hier zusammengestellt. Das ist klug und abwechslungsreich ausgewählt, denn Pikulska kombiniert die mitunter etwas grobschlächtigen Schlachtmusiken mit eher empfindsamen und etwa zur gleichen Zeit entstandenen Werken eines Jan Pieterszoon Sweelinck oder Giralomo Frescobaldi. Die im Jahr 1607 fertiggestellte und 2005 umfassend restaurierte Orgel von Villanueva de Huerva, ein besonders klangschönes Instrument aus der Provinz Saragossa, eignet sich gut für die Wiedergabe dieser kriegerischen Darstellungen.“ (Klassik Festival)
„Ein wertvoller Beitrag zu unserem Wissen über spanische Orgeln und Orgelmusik, die es verdienen, mehr Beachtung zu finden … Die restaurierte Orgel präsentiert sich in voller Pracht in einem Programm, das verschiedene Registerkombinationen vorstellt. Natürlich enthält es Musik spanischer Meister, aber auch Stücke aus den Niederlanden und Italien... Dies ist die zweite CD, auf der die polnische Organistin Anna Pikulska auf einer historischen Orgel in Aragon, im Nordosten Spaniens, spielt. Die erste wurde zu Recht hoch gelobt. Auch hier zeigt sie wieder eindrucksvoll ihr Können als Spielerin, aber auch als Spezialistin für iberische Orgelmusik.“ (MusicWeb International)
„Eine hellhörige Solistin ... Eine besondere Rolle spielen dabei die auftrumpfenden „spanischen Trompeten“, Pfeifen, die horizontal aus der Orgel herausragen. Gehaltvoller sind die Variationenfolgen des niederländischen Meisters Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621). Seine Bearbeitungen von Mein junges Leben hat ein End', Unter der Linden grüne oder Est-ce Mars haben bis heute ihren Reiz und Wert behalten. Eine Steigerung erlebt Anna Pikulskas Vortragsfolge mit den letzten vier Nummern: Girolamo Frescobaldis Canzona Quarta, Francisco Correa de Arauxos Tiento, Sweelincks Toccata SwWV 288 und José de Nebras Tocata para Organo verbinden Einfallsreichtum mit Virtuosität und beweisen, welches Farbenspektrum in dem alten Instrument steckt.
Dazu trägt natürlich die Organistin bei, die nicht nur mit ihrer einfühlsamen Registerwahl, sondern auch mit ihrem beweglichen, klar artikulierten Spiel zum Hörvergnügen beiträgt. Das Booklet bietet in englischer, französischer und deutscher Sprache interessante Angaben zum Instrument und seiner Restaurierung, zu den eingespielten Werken und zur Biografie von Anna Pikulska.“ (Klassik Heute)
„In einer früheren Rezension einer CD mit
Orgelmusik des spanischen Organisten und Komponisten Joan Cabanilles wurde
darauf aufmerksam gemacht, dass die polnische Organistin Anna Pikulska derzeit
an einem Forschungsprojekt im Bereich der spanischen Orgelmusik arbeitet. Diese
neue Aufnahme präsentiert einige der Ergebnisse ihrer Arbeit und wirft ein neues
Licht auf einige spanische Komponisten des 16. und 17. Jahrhunderts, die im
Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten zu sein scheinen.
Namen wie Pedro
de Araújo, Sebastián Aguilera de Heredia und Francisco Correa de Arauxo finden
hier eine verdiente Anerkennung, mit Orgelstücken, die den Erfindungsreichtum
widerspiegeln, der die Anfänge der Renaissance prägte. Die Berücksichtigung der
italienischen und niederländischen Komponisten Frescobaldi und Sweelinck
unterstreicht die Tatsache, dass die spanische Kultur der Instrumentalmusik
bereits ihren eigenen technischen und stilistischen Stempel
aufdrückte.
Eine spezifisch spanische Kompositionsform ist die Batalla,
eine musikalische Darstellung von Schlachten, bei der die lauten, horizontal
angeordneten Chamade-Trompetenregister der Orgel mit großer Wirkung eingesetzt
werden. Zusammen mit der Toccata war die Batalla dazu gedacht, die Kraft und
Brillanz der Pfeifenorgel demonstrieren...
Ein absolutes Muss für alle
Orgelfreunde und Liebhaber der Orgelmusik gleichermaßen.“(Classical Music Sentinel)
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