frappant
Wohl noch nie zuvor war das Saxofon so zu hören
wie auf dieser neuen Aufnahme: Carlos Gimenez
erkundet die gesangliche Seite seines Instruments -
mit beeindruckenderWirkung. Gimenez lässt das oft
als robust belächelte Instrument atmen, seufzen,
singen und sprechen. So entstehen ganz neue
„Lieder ohne Worte“ von Rachmaninoff über
Mompou bis Wagner, einfühlsam begleitet von José
Alberto del Cerro am Konzertflügel.
intensiv
Das Herzstück und Höhepunkt dieser überaus
abwechslungsreichen Aufnahme: „Vorspiel und
Liebestod“ aus Wagners „Tristan und Isolde“ – ein
wahrhaft Gänsehaut erzeugender Moment der
Emotion! Erstaunlich, wie es Gimenez gelingt, auch
ohne Text die Intensität endloser, unerfüllter
Sehnsucht zu vermitteln.
flammend
Katalanische Lieder von Xavier Montsalvatge,
Fernando Obrador und FedericoMompou sorgen für
einen ausdrucksstarken Kontrast, mal karibisch, mal
spanisch, mal völlig introvertiert; mit den Sechs
Romanzen von Sergej Rachmaninoff ist dann zudem
eine sehr intime Seite des gefeierten russischen
Klaviervirtuosen zu erleben.
entzückend
Das vielleicht Überraschendste an diesem in jeder
Beziehung ungewöhnlichen Album ist die
unaufdringliche Natürlichkeit, mit der all dies zu
hören ist. Gimenez und del Cerro finden genau den
richtigen Ton, und schaffen es, selbst aus bekannten
Stücken unerwartete Farben zum Vorschein zu
bringen. All dies ist in feinster Super- Audio-CDTechnik
eingefangen für ein ebenso überraschendes
wie beglückendes Hörerlebnis.